Entschwefelungsreaktor in der Raffinerie 1 der Fa. Miro

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Nach der Mittagspause, das Transport- und Montageteam wurde inzwischen in der Werksküche verköstigt, wurde der Reaktor vor dem Kran in Position gefahren. Das untere Ende wurde am Kran angeschlagen, und dann angehoben. Jetzt wurde die Kippvorrichtung montiert. Der Drehpunkt wurde über der vierten Achse angeordnet.

Bei der Montage in Schwedt war noch ein 8 achsiger Selbstfahrer im Einsatz, der jedoch fast zu schwach dimensioniert war (dort war auch das Hubgewicht höher), wie sich zeigte, und jetzt kam ein 10 achser zum Einsatz.

Das Unterteil der Kippvorrichtung wurde mit dem Selbstfahrer verschraubt, das Oberteil mit dem Fuß des Reaktors. Danach wurde der Selbstfahrer wieder unter dem Reaktor positioniert, und dieser auf den Drehpunkt abgelassen. Nun wurden nur noch die Hubseile angeschlagen, danach war Feierabend.

Am Montag in der früh wurde für die anwesende handvoll Presseleute eine Sicherheitseinweisung durchgeführt, welche auch ich besuchen musste. Meine Ausrüstung bestand aus feuerfestem Overall, Schutzhelm, Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, Flucht- maske.

Inzwischen wurde alles für den Hub vorbereitet. Der vordere Selbstfahrer wurde weggefahren und die Betriebsfeuerwehr ging in Position. Die vorausgehenden Tage wurde ein Löschvorhang vorbereitet, der im Falle eines Feuers den Kran und den Reaktor komplett von der restlichen Anlage abschirmen sollte.

Während des Hubes war der Fallbereich des Kranes im Umkreis von 70 m abgesperrt. Nur das am Hub beteiligte Personal durfte diesen Bereich betreten.

Der Reaktor wurde langsam aufgehoben, und der Selbstfahrer mit der Kippvorrichtung wurde langsam nachgefahren.

Obwohl es leicht nieselte, ging es schnell voran.

Nachdem der Reaktor senkrecht hing, wurde er auf dem Selbstfahrer abgestellt, und die Kippvorrichtung abmontiert. Danach wurde der Reaktor wieder abgehoben und der Kran mit der Last um 11m verfahren.

Dann wurde der Reaktor eingeschwenkt und auf den Sockel abgesetzt. Nachdem er verschraubt war, und der TÜV die Montage abgenommen hatte, wurden die Hubseile ausgehängt.

Anschließend wurde gleich mit der Demontage des Krans begonnen.

Als erstes wurde der Ballastwagen abgehängt, und die Gegengewichte auf Lkw verladen und abtransportiert. Der Kran ging nach dem Hub zurück zu Liebherr nach Ehingen. Dieser Kran ( mit der Seriennummer 2 ) geht wie der mit der Seriennummer 1 nach Amerika. Den Kran mit der Seriennummer 3 bekommt die Firma Riga. Dieser Kran soll im Februar ausgeliefert werden und auf der Bauma in München vom 2.4.-8.4. ausgestellt werden.

Felbermayr bekommt den Kran mit der Seriennummer 4, er soll im Frühjahr ausgeliefert werden. Es sollen sich 7 Krane in Bau befinden ( es gibt auch Gerüchte das es 10 sein sollen, darunter 4 für Abu Dhabi, das war aber nicht genau zu klären.) Bis jetzt soll aber noch kein Kran wirklich vollständig ausgerüstet sein. Während der gesamten Dauer waren zwei Mann von Liebherr anwesend.

Der Kran für Felbermayr unterscheidet sich durch einige Details von dem eingesetzten Kran :

  1. Der Ballast am Oberwagen kann auch hinten angehängt werden.
  2. Der Ballastwagen unterscheidet sich dadurch, das das Ausschubstück auf dem Ballastwagen montiert ist, und nicht hindurch geht.
  3. Am Raupenfahrwerk kann man einen Abstützkasten montieren.
  4. Es wird auch möglich sein, die Abstützung ohne Raupenfahrwerk, direkt am Zentralrahmen zu montieren, wodurch eine Traglaststeigerung bis 50% möglich ist.
  5. Der Kran soll auch als Raupenschlepper eingesetzt werden.

Der Oberwagen ist mit einer Quick-connect ausgestattet, das heißt der Oberwagen kann einfach vom Zentralrahmen zum Transport demontiert werden.

Der Kran hat 3 Kameras zur Windenüberwachung und 2 Kameras für den Ballastwagen ( Serienausstattung ), sowie kann er mit einer 360 Grad Kamera auf der Mastspitze ausgerüstet werden. Die Winden- und Ballastwagenkameras können auf drei LCD-Monitore umgeschaltet werden, für die 360 Gradkamera (Option) ist in der Konsole rechts vorne der Platz für den Einbau eines größeren Monitors (Option) vorgesehen.

Abschließend möchte ich dem Team Der Fa. Felbermayr herzlich danken, die einen Teil der Ausrüstung zur Verfügung gestellt hat, die Fotogenehmigung organisierte und das alles ermöglicht hat: Hasi, Wolfgang, Manfred, Sepp und Klaus.

Gesamtgewicht: 1000 t
Schwerer Hauptausleger: 42 m
Derrickausleger: 31,5 m
Schwerlastwippe: 14 m
Ballastwagen: 310 t
Der Ballastwagen hat ein Eigengewicht von 42t, und kann auf einem hydraulischen Ausschubstück zwischen 13 und 18m vom Drehpunkt verschoben werden. Mit mechanischer Verlängerung sind max. 20m möglich. Beim Hub war er auf 15m ausgeschoben.
Ballast am Oberwagen: 220 t
Zentralballast: 95 t
Hackenflasche: 16 t, 2mal 22-fach eingeschert
Hubgewicht netto: 513,5 t
mit Anschlagmitteln: 530 t
Wandstärke Reaktor: 10 cm
Max. Hublast in diesem Rüstzustand: 580t,

( Der Kran wurde am Testfeld bei Liebherr mit 20m Ausladung des Ballastwagens mit 750t getestet.)

Ausladung: 13 m
Verfahren mit Last: 11 m
Aufbauzeit: 1 Woche
Letzte Aktualisierung am 01.05.2015

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